Deutsch geht gut - Das Literaturprojekt in Bietigheim Bissingen

Schreibwerkstatt an der Schule im Sand
Schülertexte

Teilnehmende der Schreibwerkstatt an der Schule im Sand
mit der Dozentin Gabriele Szczegulski

 

Antonella

Atefeh Ahmadi

Emily A. Beyer

Viktorija Keisa

 

Antonella

Wahre Liebe

Anna hatte einen BFF, der Johannes hieß. Sie waren zusammen  in der Klasse und trafen sich auch sehr oft in ihrer Freizeit. Anna war sehr verliebt in Johannes, aber traute sich nicht, ihm das zu sagen. Jeden Tag wollte sie mehr Zeit mit ihm verbringen. Da sagte Johannes ihr, dass er eine eine neue Freundin habe und diese sei die Liebe seines Lebens. Annas Herz brach. Johannes sagte, er wolle ihr Freund bleiben. Anna schwieg.
Anna und Johannes hatten immer weniger Kontakt, weil Johannes viel Zeit mit seiner Freundin verbrachte. Die Freundschaft zwischen Anna und Johannes zerbrach. Anna war alleine. Johannes wollte Anna immer mal wieder anrufen, aber traute sich nicht, da er ahnte, dass Anna in ihn verliebt war. Vor allem, als seine neue Freundin sich mit einem anderen Jungen einließ und Schluss machte. Das erfuhr Anna und sie rief Johannes an. Sie wollte als Freundin für ihn da sein. Johannes konnte das kaum glauben, er fühlte sich so schlecht. Er merkte, dass Anna ein großes Herz hat.
Sie trafen sich und erzählten einander über ihre Einsamkeit, dass sie alleine seinen. Sie spazierten zum Fluss, wo es sehr romantisch war. Sie nahmen sich an den Händen. Da küsste Johannes Anna. Für sie dauerte der Kuss ewig.

Atefeh Ahmadi

Atefeh Ahmadi

Ich komme aus Afghanistan und jede Ecke meiner Heimat ist von Müdigkeit, Kummer und Unglück geprägt, Es ist kein Ort mehr an dem man leben kann. In Afghanistan herrscht seit 35 Jahren Krieg und viele unschuldige Menschen, darunter auch süße, kleine Kinder werden umgebracht. Wir Menschen, die keine Heimat mehr haben, werden leider nicht freundlich empfangen. Obwohl wir nicht reisen, weil es uns Spaß macht, sondern dazu gezwungen sind. In Afghanistan gibt es sehr viele Analphabeten, kaum was zu essen und keine Schlafplätze.

 

Regen
Ich bin ein Regentropfen. Ich komme vom Himmel und ich freue mich. Ich regne auf Häuser, Bäume, Blumen und Menschen. Dabei ist mir egal, ob es gute oder schlechte Menschen sind. Ich regne mit Liebe, ich bringe Glück. Manche Leute haben keine Häuser, das tut mir leid. Die, die Häuser haben, sollten die, die keine haben, aufnehmen. Die Menschen sollten zusammenhalten.
Ich frage nicht, wessen Haus ist das? Und ich frage nicht, ist das eine Kirche, eine Moschee oder eine Kneipe. Ich regne einfach auf sie herab.
Viele Leute weinen auch mit mir. Junge Leute lachen, wenn ich komme. Ich will einfach nur alle glücklich machen. Jeder Tropfen ist ein Geschenk an die Menschen, von Gott.

 

Einladung
Als Frau Merkel sagte, wir Flüchtlinge sind willkommen, dachten wir, dass uns endlich einmal jemand will. Das war eine große Geste. Dafür nahmen wir ganz viel Leid und Schmerz auf uns, hierher zu kommen. Danke, Frau Merkel.

Emily A. Beyer

Ein Traum, aber  real

Katharina, Chiara und ich saßen alleine in einer Ecke im Gras. Justin, David und Lucca standen an der Bushaltestelle gegenüber. Justin kam zu seiner Freundin Katharina und David zu Chiara. Lucca blieb alleine stehen und ich auch. Ich machte mich auf den Nachhauseweg. Da sagte Lucca zu mir, dass ich nicht gehen soll. Er sagte mir, er hätte scih in mich verliebt. Ich war sehr glücklich. Lucca nahm meine Hand. Da wachte ich auf. Es war ein Traum. Vor mir stand meine Mom, die mich aufgeweckt hatte. Ich dachte den ganzen Tag an den Traum und dass es schön wäre, wenn er in Erfüllung ginge. Wie im Schlaf lief ich an diesem Tag rum.
In der Schule sah ich einen Jungen, der sah dem Lucca aus dem Traum sehr ähnlich. Aber es passierte nichts. Er kam nicht auf mich zu. Ich war immer noch alleine. Es ist schwer, zu sehen, wie deine Freunde glücklich sind und ich war da außen vor. Auch im Unterricht lief der Traum gefühlte 1000 Mal vor meinem inneren Auge ab.Ich fühlte mich auch die ganze Zeit beobachtet, als ob die Blicke des Jungen mich verfolgen würden. Ich konnte mich kaum auf den Unterricht konzentrieren.
In der Pause sah ich den Jungen wieder. Es war unglaublich. Seine Augen waren wie in meinem Traum, so tief, so ausdrucksvoll. Ihn jetzt ansprechen? Pefekte Chance verpasst.
Doch dann sagte die Lehrerin, dass wir mit der Parallelklasse Eislaufen gehen. Der Klasse, in der mein Schwarm war. Da sah ich ihn natürlich wieder. Und endich sah auch er mich an. Auf der Eislaufbahn stand er plötzlich neben mir, nahm meine Hand und wir liefen zusammen. Ich wünschte mir, dass dieser Moment nie aufhört. Unsere Lehrerin machte ein 'Foto von uns, dann war alles vorbei.

Viktorija Keisa

Die erste Liebe in Verona

Mein Name ist Jane West und dies ist meine Liebesgeschichte.
„Alles Gute zum Geburtstag“, riefen meine Eltern und hatten eine Überraschung für mich. Als großes Geschenk verpackt, hatten die drei Flugtickets nach Verona in Italien. „Wir fliegen morgen früh“, sagte mein Vater. Ich war total aufgeregt. Was ich da wohl alles neues sehen werde?
Im Flugzeug bin ich eingeschlafen und hatte einen schönen Traum. Ich stand auf einem Balkon und sah auf einen wunderschönen Garten. Irgendwie dachte ich, das hast du schon einmal gesehen.
Dann waren wir in Verona, der Heimat von Romeo und Julia. Ich sah viele Verliebte auf den Straßen, händchenhaltend und sich umarmend. Vielleicht, so sagten meine Eltern, treffen sie hier die wahre Liebe. Ich selbst war noch nie verliebt. Auf dem bunten Markt kauften wir viele Lebensmittel, die wir nicht kannten und ausprobieren wollten. Wir kauften Trauben und ich beobachtete einen alten Mann, der in einer Ecke auf dem Boden saß und eine Rosen verkaufte. „Papa, darf ich mir eine Rose kaufen?“, fragte ich. Mein Vater kaufte dem alten Mann eine Rose ab. „Die Rose wird dir Glück bringen, junge Dame“, sagt der alte Mann.
Auf dem Nachhauseweg rannte ein Junge an mir vorbei und riss mir die Rose aus der Hand. Er stieg die Leiter zu einem alten Bauernhaus hoch. Ich rannte ihm hinterher. Die Leiter hoch und klopfte an eine Tür. Der Junge machte die Tür auf und stieß damit die Leiter nach hinten, ich konnte mich gerade noch halten. Ich war außer mir vor Wut und schrie ihn an. Da wurde er ganz verlegen. „Ich wollte das nicht“, sagte er leise.